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 Die Soldaten Cerilias
Meister1BR Offline

Händler

Beiträge: 829

12.01.2008 12:25
Speerträger allegmein Zitat · antworten

Speerträger

Allegmein gesprochen sind mit Speerträger alle Infanteristen gemeint
welche eine Stangenwaffen als Hauptwaffe führen und nicht beritten sind.
Diese Obergruppe läßt sich in eine kleine Vielfalt von Untergruppen aufteilen


Leichte Speerkämpfer
Leichte Speerkämpfer umfaßt leicht oder un-gerüstete Infanterristen
die als Hauptwaffe einen etwa körperlangen Speer führen und häufig
formationslos kämpfen.
Die Speere waren zumeist von Gewicht und Schwerpunkt so gestaltet,
daß sie auch geworfen werden konnten.

Während der Schlacht können diesen Kämpfer fast jede Aufgabe erfüllen.
Die Speere sind lang genug um in einer Verteidigungsposition einen
Vorteil gegen anstürmende Infanterie und ungepanzerte Kavallerie zu bieten,
gleichzeitg können sie noch relativ problemlos im Nahkampf eingestetzt
und im Notfall auch geworfen werden.

Die größte Stärke dieser Einheit ist ihre Vielseitigkeit, Mobilität und
gleichbleibende Kampfkraft bei beinah jedem Gelände.

Ihr Nachteil die fehlende Panzerung und geringe Kampfkraft im Verhältnis
zu "fortgeschrittenern" oder spezielisierteren Truppentypen.

Ein historisches Beispiel wären die Speertragenden
Stammeskämpfer vieler afrikanischer und indanischer Stämme

Speerkämpfer
Speerkämpfer umfaßt gerüstete Infanteristen die als Hauptwaffe
einen Speer von etwa 1,5-2 facher Körperlänge als Hauptwaffe
führen und in dichten Formationen kämpfen.
Da diese "Speere" für den Nahkamf zumeist untauglich waren
wurde eine Sekundärwaffe in Form einer leichten
Nahkampfwaffe mitgeführt.In der Regel wurde auch noch ein leichter Schild oder
ein schwerer Schild mit Aussparungen für den Speerschaft verwendet.
Bei richtiger Ausbildung konnten 2 oder 3 Reihen einen Feind an der Frontseite
gemeinsam angreifen.

Die Hauptaufgabe dieser Kämpfer war zumeist im allgemeinen das Halten von
defensiven Positionen und im besonderen der Schutz vor Kavallerie und
Infanteriesturmangriffen. Gut ausgebildetet Truppen konnten aber auch ein
erschreckendes Offensivpotential entwickeln. Ein nicht völlig treffendes
Beispiel wäre der Phalnax der griechischen Stadtstaaten, eine Wand aus
Stahlspitzen die sich mit synchronen Stechbewegungen dem Feind nähert.
Insgesamt war die Kampfkraft stark von dem Ausbildungsgrad abhängig,
der Unterschied zwischen einem starren Speerwäldchen und einer beweglichen
Stahlwand.

Die größten Stärken dieser Einheit ist die hohe Kampfkraft an der Frontseite in
der defensive, insbesondere gegen Kavallerie und bei entsprechender Ausbildung
die hohe offensive Kampfkraft an der Frontseite.
Einzig sehr stark gepanzerte Einheiten, andere Phalnaxformationen oder Pikeniere
können hoffen einen Frontalangriff auf eine gut ausgebildete Formation zu
überstehen.

Die größten Schwächen sind die verminderte Bewegungsgeschw. in der Kampf-
formation, die verminderte Kampfkraft in unwegsamen Gelände für Phalnaxformationen,
die schwache Mobilität und damit einhergehend die Verwundbarkeit gegen Angriffe an
der Flanke und von hinten.
Ansonsten sind Speerkämpfer in der dichten Formation gegen Fenkampfangriffe sehr anfällig
und eine offene Formation mindert ihre Kampfkraft stark.

Historische Beispiele sind die

"japanischen" Yari-Samurei der Sengoku Jidai-Periode
Phalnax-Formationen der griechischen Stadtstatten


Pikeniere
Pikeniere umfaßt gerüstete Infanteristen die als Hauptwaffe einen Speer
von mind. 2,5-facher Körperlänge als Hauptwaffe führen und in dichten
Formationen kämpfen. Als Sekundärwaffe wurde eine leichte Nahkampfwaffe
mitgeführt, der Gebrauch von Schilden war in der Regel nicht mehr möglich.
Bei richtiger Ausbildung konnten angeblich bis zu 5 Reihen einen Feind an
der Frontseite gemeinsam angreifen.

Die erste Verwendung solcher "überlanger" Speere sind wahrscheinlich die
makedonischen Sarissen, zu diesem Zeitpunkt war die Hauptaufgabe der
Kampf gegen Infanterieformationen, insbesondere Phalnaxformationen.
Später war der Schwerpunkt das halten von defensiven Positionen und der
Kampf gegen Kavallerie. Ähnlich wie bei den Speerkämpfern variert die Kampfkraft,
insbesondere das Offensivpaotential, sehr stark anhand des Ausbildungsgrades.

Die größten Stärken dieser Einheit ist die hohe Kampfkraft an der Frontseite in
der defensive, insbesondere gegen Kavallerie und bei entsprechender Ausbildung
die hohe offensive Kampfkraft an der Frontseite.
Weiterhin sind sie aufgrund der längeren "Speere" in der Lage Phalnaxformationen
mit normalen "Speeren" erfolgreich frontal anzugreifen.
Einzig andere Pikenformationen können hoffen einen erfolgreichen Frontalangriff
durchzuführen.

Die größten Schwächen sind die verminderte Bewegungsgeschw. in der Kampf-
formation, die verminderte Kampfkraft in unwegsamen Gelände für Kampfformationen,
die schwache Mobilität und damit einhergehend die Verwundbarkeit gegen Angriffe an
der Flanke und von hinten.
Ansonsten sind Piken in der dichten Formation gegen Fenkampfangriffe sehr anfällig
und eine offene Formation mindert ihre Kampfkraft stark.
Manche Heerführer setzten auch gut ausgebildetet Plänkler ein um die Speerwand zu unterlaufen
und die Pikenträger dann in einen Nahkampf zu verwickeln.


Historische Beispiele sind die

Makedonischen Sarrisenträger zu Zeit Alexander des Großen
Schweizer Pikeniere

Hellbardiere
Hellbardiere umfaßt hier schwer gerüstete Infanteristen die als Hauptwaffe eine
Stangenwaffe von etwa 1-1,5-facher Körperlänge führen und in dichten Formationen
kämpfen.Sekundärwaffen waren üblich, Schilde wurden in der Regel nicht verwendet.

Diese Art von Kämpfer war die neue Generation vielfältig einsetzbarer Soldaten.
Bei der Hellebarde zum Beispiel erlaubte die Schaftlänge und Speerspitze die Abwehr
von Sturmangriffen der Infanterie und gaben einen Vorteil gegen die meisten Kavallerietypen,
die schwere Axtklinge erlaubt es die meisten Rüstungen zu duchschlagen und der Haken
erlaubt es Kavalleristen im Nahkampf von ihrem Pferd zu ziehen.


Die Stärken dieser Kämpfer sind Vielseitigkeit, kombiniert mit durchscnittlicher
Mobilität und hoher Kampfkraft.

Die Schwächen wären die hohen Kosten, die notwendige Ausbildung und die Tatsache,
daß sie natürlich keine Aufgabe so gut erfüllen wie ein spezialisierter Truppentyp.

Historische Beispiele wären die

Schweizer Hellbardiere

Hellbardiere/Stangenwaffenkämpfer quer durch Europa ab 1500


Panzerpikeniere/Panzerhellbardiere

Zu verschiedenen Zeiten wurden Truppenteile mit besonders hochwertiger
Panzerung ausgestatt. Sei es um der Nutzung besserer Fernkampfwaffen
entgegenzuwirken oder um Wert von Elitetruppen anzuheben.

Gemeint sind hier Pikeniere oder Stangenwaffenkämpfer die mit
Halbplattenrüstungen oder sogar leichten Plattenrüstungen ausgerüstet
wurden während das normale Gegenstück mit eine Brustplatte oder
sogar nur mit Lederrüstung ausgestattet war.
Später entschied man sich mit der vermehrten Nutzung von
Schießpulverwaffen auf dem Schlachtfeld zunehmend gegen
schwere Panzerung.

Die zusätzliche Panzerung vermindert etwas die Mobiltät, und erhöht dafür die
genrelle Kampfkraft und mindert insbesondere die Anfälligkeit gegen
Beschuß durch Fernkampfwaffen.

Brauchbare, historische Besipiele wären die

Schweizer Panzerpikeniere

japanischen Naiginata-Kämpfer















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