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 Die Soldaten Cerilias
Meister1BR Offline

Händler

Beiträge: 829

31.01.2008 12:37
Infanterie allgemein Zitat · antworten

Infanterie

Allgemein beschreibt der Oberbegriff Infanterie alle primär zu Fuß kämpfenden Truppen die nicht
zur Bedienmanschaft eines Kriegsgerätes gehören.
Für unsere eigene Unterteilung schließt es auch alle Infanteristen der Untergruppen
Fernkämpfer, Stangenwaffenkämpfer und Plänkler aus.

Viele der folgenden Untergruppen sind keine eigenen Truppentypen im herkömmlichen Sinn
aber bei allen erscheint es lohnenswert aufgrund ihrer Besonderheiten einige Worte zu
ihnen zu verlieren.

Zwangsrekrutierte Sklaven/Leibeigene
Bei diesem Typus handelt es sich um unfreie Menschen die aus Gründen militärischer Not
oder als Opfer zum Waffendienst gezwungen werden. Ausgerüstet sind sie meist nur
mit Alltagsgegenständen und eine Ausbildung fehlt völlig.

In der Schlacht werden sie eigentlich nur als Opfer oder Ablenkung eingesetzt.
Gelegentlich wurde den Überlebenden die Freiheit oder der Bürgerstatus versprochen um den
Kampfgeist zu heben aber insgesamt hat dieser Typus nur einen zwei echte Vorteil, sie sind
billig auszurüsten und sofort verfügbar.

Die Schwächen sind klar, sobald die Angst vor dem Feind die Angst vor der Peitsche überwiegt
löst sich der Trupp auf aber selbst wenn sie kämpfen sind sie allen anderen Truppentypen
unterlegen.

Historische Beispiele wären
manche Helotentrupps der Spartiaten


Leibeigenenmiliz
Bei diesem Typus handelt es sich um unfreie Menschen die ihrem Lehnsherrn unter anderem
Waffendienst schulden.Die Ausbildung und Ausrüstung variert stark nach den Ansichten des
Lehnsherrn aber häufig waren sie nur mit Alltagsgegenständen ausgerüstet und hatten keine
Ausbildung erhalten.

In der Schlacht wurden sie häufig als Opfer oder Ablenkung eingesetzt aber darüber hinaus war
der Kampfwert in den meisten Situationen äußerst gering.
Die einzige Ausnahme war der Einsatz bei der "Heimatverteidigung", zb. das eigene Dorf, mit
dem Rücken zur eigenen Familie kämpfen die Milizen mit dem Mut der Verzweiflung.
Echte Vorteile sind wieder die niedrigen Kosten und die schnelle Verfügbarkeit.

Historische Besispiele wären die
Bauernhaufen im feudalen Europa
Ahsigarukrieger in der Sengoku Jidai-Periode

Kriegssklaven
Bei diesem Typus handelt es sich um unfreie Menschen die von ihrem Besitzer oder Lehnsherrn
primär für den Waffendienst ausgebildet wurden. Die Bandbreite ist enorm und
reicht von geschlossenen Einheiten die extra für den Kriegsdienst vorgesehen waren und
Strafregimentern die aus Gladiatorensklaven bestehen denen man im Falle des Sieges die
Freiheit versprochen hat. Aufgrund der Angst und des Mißtrauens das man bewaffneten Sklaven
entgegenbrachte gab es in europäischen Raum nur wenige dauerhafte "Sklavenregimentern"
während sich im persischen Reich und versch. Arabischen Staaten regelrechte Traditionen bis hin
zu stehenden Leibwachenregimentern bildeten.

Historische Beispiele wären
die versch. Varianten von Mameluckenkriegern der Ägyptischen Kalifiate
die Sklavenleibwachen des persischen Reiches
die Eunuchenwachen in versch. arabischen Ländern


Leichte Infanterie
Hierbei sind leicht gerüstete Truppen gemeint die mit einer Nahkampfwaffe und einem Schild ausgestattet sind.
Die Genaue Taktik und Formation sind je nach Zeitalter und Kultur sehr unterschiedlich aber häufig hatten diese
Einheiten nur ein grundlegendes Waffentraining erhalten und lernten den Rest auf dem Schlachtfeld.

Häufige Aufgaben während der Schlacht waren der Flankenschutz, Unterstützungsangriffe, Gegenangriffe oder
direkte Angriffe auf Fernkämpfer und Kriegsmaschienen.

Die Stärken dieses Truppentypus sind die hohe Mobiliät, die verhältnismäßig geringen Kosten und kurze
Ausbildungsdauer und im Falle von Stammes oder Clan-kriegern noch ein guter Kampfgeist im ersten
Ansturm.

Die Schwächen sind geringe Kampfkraft im Verhältnis zu spezalisierteren Truppentypen und im Falle von
Stammes oder Clan-kriegern der persönliche Wettstreit und die geringe Disziplin

Historische Beispiele wären
die einfachen Stammeskrieger der gallischen und germanischen Stämme um 50 v. Chr.
Hastati-Legionäre der römischen Bürgerheere for der Mariusreform

Mittlere Infanterie
Hierbei sind gerüstete Truppen gemeint die mit einer Nahkampfwaffe und einem Schild ausgestattet sind.
Bei diesen Kämpfern handelt es sich entweder um Vetranen, Angehörige einer privelegierten Kriegerschicht
oder besonder gut ausgebildete Truppen.
Handelt es sich um Angehörige einer priveligierten Kriegerschicht sind Kampfkraft und Kampfgeist erhöht
aber dafür veringerte sich in den meisten Kulturen die Diziplin da die Soldaten untereinander und mit ähnlichen
Einheiten im Wettstreit um Ruhm und Ehre standen. Das hatte zur Folge, daß die Truppe nach dem ersten
Ansturm auseinanderfiel und sich jeder Soldat herausfordernde Einzelkämpfe suchte und der Oberbefehlshaber
zusätzlich nie völlig sicher sein konnte ob Rückzugbefehle oder BEfehle einen Angriff zu stoppen auch befolgt wurden.

Die Stärken dieses Truppentypus sind die hohe Kampfkraft im Nahlkampf, die Kombination aus gutem Schutz
und durchschn. Mobilität und entweder eine besonders hohe Moral und Kampfkraft oder eine gute Diziplin.

Echte Schwächen hat diese Untergruppe keine aber wie alle Infanterieformationen ist sie durch Beschuß und
Kavalleriesturmangriffe verwundbar.

Historische Beispiele wären die

Hauskrieger skandinavischer Thanes
reguläre Feudale Infanterie ab 1200

Panzerinfanterie
Hierbei sind schwer gerüstet Truppen gemeint die mit einer Nahkampfwaffe und einem Schild ausgestattet sind,
gewißermassen Ritter zu Fuß. Obwohl unser dieser Truppentyp in Filmen und Spielen häufig präsentiert wird war
er in der Realität äußerst selten, da die Panzerung ausgesprochen kostspielig war und selbt jemand der mit
Gebrauch solcher Rüstungen geübt bewegte sich deutlich schwerfälliger. Wenn solche T ruppen trotzdem zum
Einsatz kamen handelte es sich entweder um gut ausgebildete Elitesoldaten, höherrangige Angehörige einer
privelegierten Schicht oder um die Veteranen vieler Schlachten.

Die Aufgabe dieses Truppentypes in der Schlacht ist der Nahkampf, abgesehen von aufgestellten Pikenphalanxen
kann jeder Feind frontal angegriffen und werden und wenn ein solcher Trupp den ersten Sturmangriff übersteht
kann er sich im Nahkampf auch mit schwer gepanzerter Kavallerie messen.

Stärken dieses Trupp sind die ausgezeichnete Kampfkratf im Nahkampf und die gute Panzerung, hinzu kommt
in der Regel eine gute ASusbildung und ausgezeichete Diziplin.

Schwächen dieses Truppentyps sind die verhältnismäßig geringe Mobilät und die Anfälligkeit gegen rüstungsbrechenden
Beschuß

Historische Beispiele wären die

Fußritter im ausgehenden Hochmittelalter

Sturmifanterie
Hiermit sind unterschiedlich gerüstete Infanterie gemeint, welche auf den Schutz eines Schildes gegen die Angriffskraft
einer zweihänigen Waffe eintauscht und häufig auch auf einen Teil der möglichen Rüstung zugunsten von Beweglichkeit
verzichteten.

All den verschiedenen Varianten dieses Typus ist eine extreme Nahkampfstärke gemein die mit einer erhöhten Verwundbarkeit
durch Beschuß, Defensivschwächen gegen Sturmangriffe und deutlich geschwächter Kampfkraft in stark beengten
Kampfsituationen einhergeht.

Historische Beispiele wären die

No-Dachi-Samurei der Sengoku Jidai-Periode
Clymorekrieger der Iren








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